Kurze Auszeit.

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Die letzten Monate waren anstrengend. Hausarbeiten, Abschlussarbeit, Bangen, dass doch noch alles zeitlich hinhaut. Jetzt der neue Lebensabschnitt. Und damit es nicht so schmerzlich ist, die etwas kläglich gesäten Sonnentage dieses Jahr verpasst zu haben, gab es einen Trost: Eine Woche Sommer mitten im November! Eine Woche Gran Canaria mit meiner Mutter. Mit uns auf der Insel: Rentner im Hardcorechillmodus („Wan fahren Sie? In einer Woche? Ach, das lohnt sich ja gar nicht! (lachen) Ich und mein Horst, wir bleiben noch bis März!“) und Strände voller Grüppchen schwuler Jungs/Männer/Rentner im Hardcorelovemodus („Ich suche ein Abenteuer/die große Liebe/ Urlaub mit meinem Freund in dem man sich küssen kann wo und wie man möchte ohne Blicke zu kassieren!“) Also alles in allem eine entspannte Atmosphäre. Zumindest in unserer Gegend: Steilküste direkt vor der Terasse, einmal Treppe runter, kleiner Strand; ein Laden um die Ecke mit super netten spanischen Angestellten, die es sogar vollbringen den zumeist lernunwilligen Rentner Wünsche in jedem vorstellbaren deutschen Dialekt artikuliert zu erfüllen. (Am bezeichnendsten dazu der in fiesem Wiener Schmäh-schreiende Opa, der jeden Morgen die „Krrrrrrronenzeitung“ verlangete – als ob man sprachliches Unvermögen mit Lautstärke wett machen könnte…).

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Zu Lesen gab es genug – aus der Bremer Stadtbibliothek, aber auch eine Büchersammlung, die von Groschenromanen über Rosamunde Pilcher zu dem Bericht einer polnischen Putzfrau über deutsche Haushalte so einiges zu bieten hatte (Rezensionen folgen wohl in Kürze.)

Am kleinen Steinstrand vor der Tür, badete jeder wie es ihm gefiehl: mit Hose, ohne Hose, sehr entspannt und unkompliziert also. Am ausgewiesenen Regenbogenstrand, den man passiert, wenn man die Dünen von Maspalomas besteigen möchte, funkelte und blitze es – Genitalschmuck in allen Größen, Formen und Farben (Frage meiner Mutter: „Warum macht man das?!“).

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Ein Trip in die Hauptstadt Las Palmas zeigte die spanische Seite des Landes und Schlafanzugläden mit hippen, kuschkigen, kitschigen Artikeln, die dafür sprechen nie wieder das Haus zu verlassen. (Was verrät das über die Menschen, die dort regelmäßig einkaufen und vor allem über ihre Umgebung?!) Ansonsten ging es in der Woche eher um die waagerechte Ausrichtung des Körpers bei maximaler Vitamin D-Produktion! Ansonsten ein paar Wanderungen, Busfahrten über die eher karg bewachsene Insel, exorbitanter Fischkonsum und am Ende Zeit für unsagbar interessante Sozialstudien.

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